Fassadenbegrünung

Eine besondere Form der Dachbegrünung ist die Bepflanzung von Fassaden. Genau genommen, ist die Fassadenbegrünung sogar ein eigenständiges Fachgebiet im Bereich Bauwerksbegrünung. Auf jeden Fall steht sie der traditionellen Dachbegrünung in Nichts nach. Ein grünes Stadtbild lebt von einer ausgeprägten Fassadenverkleidung durch Kletterpflanzen und anderen Naturgewächsen. Ähnlich wie bei einem Dachgarten steht auch bei der Fassadenbegrünung zunächst der ökologische Aspekt im Vordergrund. Die naturelle Verkleidung schützt die Fassade und sorgt zugleich für einen lufthygienischen Ausgleich. Darüber hinaus gibt es natürlich auch einen ästhetischen Zweck, denn gerade Großstadtbewohner wünschen sich ein grünes Stadtbild.

Was die Bepflanzung der Fassade angeht, haben Kletterpflanzen ganz klar die Nase vorn. Ihre Vorteile sind ein schnelles Höhenwachstum und eine gewisse Hartnäckigkeit in den Wintermonaten. So können sie eine Fassadenfläche schnell überziehen und behalten zugleich bei Kälteeinbruch ihre grünen Blätter. Für manche Kletterpflanzen sind sogenannte Rankehilfen wie zum Beispiel große Gitter oder ein Gerüst erforderlich.

Wer seine Fassade gerne mit Kletterpflanzen schmücken möchte, der muss zunächst überprüfen, ob die Fassade so gebaut ist, dass genügend Sonnenstrahlen einfallen können. Kletterpflanzen brauchen Licht, um vernünftig und flächendeckend zu wachsen. Eignet sich die Fassade zur Begrünung, dann kann im nächsten Schritt über die Art der Bepflanzung nachgedacht werden. Die selbstklimmenden Kletterpflanzen kommen ohne Unterstützung aus und bedecken die Fassade von alleine. Dazu nutzen sie ihre Haftorgane, die ihnen Stabilität und Festigkeit an der Fassade verleihen. Selbstklimmende Kletterpflanzen sind beispielsweise Efeu oder die Trompetenwinde.

Zu den Gerüstkletterpflanzen gehören Schlingpflanzen und Rankpflanzen. Ihre Bezeichnung erhalten sie durch die Art und Weise, wie sie in die Höhe klettern. Je nach dem welche dieser Pflanzen zum Einsatz kommt, können diverse Kletterhilfen unterstützend angebracht werden. Hier gibt es beispielsweise sogenannte "Rankgitter" oder spezielle Gerüste, an denen die Pflanzen wachsen können.

Natürlich müssen auch Kletterpflanzen an der Fassade ausreichend gepflegt werden. In Abständen, zumindest einmal jährlich im Herbst, sollte man das Gewächs sorgfältig stutzen. Es ist grundsätzlich empfehlenswert, die abgestorbenen Blätter restlos zu entfernen. Auch einzelne Triebe in Bodennähe sollte man behutsam abschneiden. Zu guter Letzt können die Haupttriebe der Kletterpflanzen entflechtet werden.


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