Begrünungsarten

Wer sich für eine Dachbegrünung entscheidet, sollte zunächst einmal klären, wie viel "Kilogramm Natur" pro Quadratmeter die neue Grünfläche tragen kann. Hinzu kommen persönliche Präferenzen, die ganz unterschiedliche Begrünungsmodelle umsetzbar machen. Differenziert wird dann auch nach Pflegeaufwand und Bepflanzungsart. Laut dem Deutschen Dachgärtner Verband kann man drei Begrünungsvarianten unterscheiden:

Die Extensivbegrünung

Bei der Extensivbegrünung ist der Pflegeaufwand sehr klein. Eine Bewässerung findet lediglich in der Aufbauphase statt und neben Moos und kleineren Gräsern gibt es kaum Anbaualternativen. Diese Begrünungsart ist für Dächer geeignet, die wenig Gewicht tragen können. Für Menschen, die selten im Dachgarten arbeiten wollen und die mit den Anbaueinschränkungen zufrieden sind, ist die Extensivbegrünung außerdem eine gute Alternative. Darüber hinaus ist diese Begrünungsart die kostengünstigste Variante.

Die einfache Intensivbegrünung

Die einfache Intensivbegrünung lässt deutlich mehr Auswahl bei der Bepflanzung zu als die Extensivbegrünung. Neben Gräsern aller Art können auch Kräuter und Gehölz eingesetzt werden. Der Pflegeaufwand hält sich auch hier in überschaubaren Grenzen, denn die Bewässerung des Dachgartens erfolgt nur in längeren regelmäßigen Abständen. Die Kosten sind zwar höher als bei der Extensivbegrünung, liegen aber auch hier noch im moderaten Bereich. Selbstverständlich dient diese Begrünungsart auch dem Schutz des Daches und der umfassenden Isolierung darunter liegender Räume. Im Vordergrund stehen hier aber eher die gestalterischen Möglichkeiten des eigenen Dachgartens.

Die Intensivbegrünung

Richtige Gartenanlagen auf dem Dach gehören in die Kategorie "Intensivbegrünungen". Von Rasenflächen über Hecken bis hin zu kleinen Bäumen reicht die Bepflanzungsvielfalt. Dementsprechend hoch können die Kosten für diese Begrünungsart werden. Außerdem wird ein Dach benötigt, das mindestens 150 Kilogramm pro Quadratmeter tragen kann. Auch der Pflegeaufwand gestaltet sich als intensiv. Denn wie bei einem ebenerdigen Garten müssen die Pflanzen auch hier regelmäßig gegossen und versorgt werden. Natürlich hat die Intensivbegrünung im Gegensatz zu den anderen beiden Begrünungsarten ganz klare optische Vorteile. Das Dach wirkt bunter und lebendiger. Es verleiht einfach der ganzen Umgebung ein besonderes Flair. Die Gestaltungsfreiheit geht sogar soweit, dass auch eine Poollandschaft mit Parkanlage auf dem Dach installiert werden kann.

Letztendlich sollte aber immer die Statik des Daches und die Pflegebereitschaft der Nutzer ausschlaggebend sein, für welche Begrünungsart man sich entscheidet. Klären Sie zunächst diese beiden wichtigen Punkte, bevor Sie eine Auswahl der Bepflanzung treffen.


(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.dachbegruenung.de

Gewerbliche und private Verwendung dieses Artikels ist ausdrücklich, aber nur dann gestattet, wenn dem Artikel gut sichtbar der vorstehende Copyright-Hinweis mit verfolgbarem Link hinzugefügt wird und wir per Mail an copy@fachportale.de über die Verwendung informiert werden!