Allgemeine Informationen

Viele Hausbesitzer erfreuen sich an einem eigenen Garten. Üblicherweise befindet sich dieser hinter dem Haus. Es gibt allerdings auch besondere Gärten, die auf dem Dach angelegt werden können. Sogenannte Dachbegrünungen sind zum Beispiel Rasenflächen auf Dachterrassen. Auch Blumen, Pflanzen und sogar kleinere Bäume können auf dem luftigen Höhenbiotop angebaut werden. Der Gärtnerphantasie sind da wenig Grenzen gesetzt.

Dass ein Dachgarten toll aussieht, steht außer Frage. Aber neben den optischen Vorzügen hat eine Dachbegrünung auch andere positive Nebeneffekte. So entsteht durch den Garten in der Höhe ein natürlicher Schutz für die darunterliegende Dachabdichtung. Weniger Witterung ausgesetzt, bleibt sie dadurch auch länger haltbar. Darüber hinaus hat die pflanzliche Abdeckung auch isolierende Eigenschaften. Im Winter bleibt somit mehr Wärme im Haus, während sich der Raum im Sommer schnell abkühlt. Zu guter Letzt profitiert nicht nur das einzelne Haus, sondern auch der ganze Ort von einer Dachbegrünung, denn die Pflanzen können, ähnlich wie ein Wald oder ein Park, Schadstoffe und Staub aus der Atmosphäre aufnehmen. Selbstverständlich freunden sich auch Vögel und Insekten mit dem Dachgarten an und bereichern das Höhenbiotop zusätzlich. Ein paar Abstriche müssen dann aber doch gemacht werden, denn eine Dachbegrünung ist nicht gerade preiswert. Außerdem fallen, wie beim normalen Garten auch, Pflegearbeiten an. Die Pflanzen wollen gestutzt und der Rasen gewässert werden. Die Mühe ist aber durchaus lohnenswert.

Die Intensität der Pflege richtet sich selbstverständlich auch nach der Art Ihrer Dachbegrünung und gleicht der Instandhaltung eines ebenerdigen Gartens. Mindestens einmal im Frühjahr und einmal im Herbst sollte man sich um den Dachgarten kümmern. Zu den Tätigkeiten zählen beispielsweise Unkraut jäten, Pflanzen stutzen und Rasen düngen. Während der verschiedenen Jahreszeiten verhält sich ein Dachgarten nicht viel anders als ein herkömmlicher Garten. Das Erscheinungsbild passt sich der jeweiligen Saison an.

Aufgrund der positiven Auswirkungen eines Dachgartens für die ganze Gemeinde, haben viele Städte ein Förderprogramm eingerichtet, um das Vorhaben einer eigenen Dachbegrünung zu unterstützen. Der Deutsche Dachgärtner Verband spricht dabei von einer sogenannten "ökologischen Ausgleichsmaßnahme". Die Förderung kann zum Beispiel in Form von finanziellen Zuschüssen erfolgen. Auch eine Reduzierung der Abwassergebühr ist vorstellbar. Wenn Sie sich für Fördermaßnahmen in Bezug auf Dachbegrünungen interessieren, wenden Sie sich bitte an den Deutschen Dachgärtner Verband.

Geschichtlich betrachtet, gibt es Dachbegrünungen schon länger. Allerdings hatten sie damals weniger ästhetischen Wert, sondern vielmehr praktischen Nutzen. Früher mussten die Menschen alternative beziehungsweise pflanzliche Bedachungen verwenden. Die wenigsten konnten sich ein Dach aus Stein leisten und auch der Baustoff Holz war ein teures Gut. Deshalb benutzten die Leute Gras, Stroh und ähnliche Naturprodukte, um ihr Haus abzudecken und vor Wind und Wetter zu schützen.


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